Buchvorschläge: „Polarlichter“

Aurora polarisHier kommen auch schon die ersten Buchvorschläge zu meiner Reise-um-die-Welt Lesechallenge 2016. Das Thema, unter dem die Titel stehen, ist „Polarlichter„. Ich habe mich für eine Zusammenstellung von einem Buch einer finnischen Autorin, einer isländischen Autorin und einer amerikanischen Autorin entschieden. Die amerikanische Autorin ist hier mit hineingerutscht, da es um eine Jugendbuchserie geht, auf dessen Cover Polarlichter angebildet sind. So ist die Belletristik als auch die Fantasy bedient. Ich hoffe, die Bücher gefallen euch und ihr bekommt ein wenig Lust mit zu dem ersten Zwischenstopp meiner Reise nach Skandinavien zu kommen. 🙂

Die RuheloseDie Ruhelose – Riikka Pulkkinen

(ISBN: 978-3-471350720)

Diesen Roman habe ich erst neulich entdeckt. Er ist mir aufgefallen, da ich von der Autorin schon „Wahr“ vor einiger Zeit gelesen hatte und mir der Roman sehr gut gefallen hat. Hier! könnt ihr euch direkt meine Buchvorstellung dazu ansehen. Der neue Roman steht nun auch auf meiner Wunschliste und ich werde ihn mir auf jeden Fall demnächst holen. Vielleicht sagt er euch ja auch zu?

„“Die Ruhelose“ ist Riikka Pulkkinens beeindruckender Debütroman, in dem sie die großen Fragen des Lebens nach Liebe und Tod stellt. Was soll Anja tun? Die renommierte Universitätsprofessorin steht vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Ihr Mann ist schwer an Alzheimer erkrankt. Vor Jahren bat er Anja um ein Versprechen: Sobald er sein Gedächtnis verloren hat, will er mit ihrer Hilfe sterben. Auch Anjas Nichte Marie kämpft um die Liebe. Die 16-jährige Schülerin ist eine gefährliche Beziehung mit ihrem Lehrer eingegangen, den sie so liebt, wie man nur beim ersten Mal lieben kann: bedingungslos, leidenschaftlich, destruktiv. Als sie begreift, dass ihre Liebe zu dem verheirateten Mann keine Zukunft hat, muss sie einen Weg finden, mit dem Schmerz zu leben. Zwei Frauen, zwei Generationen und die immer gleiche Frage: Wie weit gehen wir für die Liebe?“

Und hier findet ihr den Link zur Verlagsseite zu „Die Ruhelose“: Klick!

Ein Schmetterling im NovemberEin Schmetterling im November – Audir Ava Olafsdottir

(ISBN: 978-3-458-17581-0)

Dieses Buch habe ich bereits gelesen. Es war verwirrend und vor allem ein sehr ruhiges Buch. Ich denke, man muss dafür in der richtigen Stimmung sein. Ich glaube, als ich es gelesen habe, war ich das nicht unbedingt. Aber es ist auf jeden Fall einen Blick wert. Es war für mich das erste Buch eines isländisches Autors und es hat auf jeden Fall seinen ganz eigenen Charm. Wer sich ein besseres Bild zu meiner Meinung machen möchte, dem verlinke ich hier! meine Buchvorstellung dazu.

„Hals über Kopf stürzt sich die junge Frau daraufhin in eine Reise durch ihr Land. Mit dem Handschuhfach voller Geld, denn tatsächlich ist eingetroffen, was ihr eine Wahrsagerin prophezeit hat, sie hat im Lotto gewonnen. Und noch etwas hat ihr die Wahrsagerin prophezeit: Sie wird den Mann ihres Lebens treffen, wenn zwei weitere Tiere gestorben sind … Begleitet wird sie von einem kleinen Kind, dem gehörlosen Sohn ihrer Freundin, mit dem sie, die vielsprachige Lektorin und Übersetzerin, Sprache ganz neu lernt. Eine Freundschaft entsteht. Nach vielen Abenteuern treffen sie in einem kleinen Ort an der Ostküste ein und richten sich im alten Haus der Großeltern ein, in dem die junge Frau als Kind viele Sommer verbracht hat. Drei Tiere sind gestorben. Wo ist der Mann ihres Lebens?“

Und hier geht es wieder zur Verlagsseite: Klick!

Das Licht von AuroraDas Licht von Aurora – Anna Jarzab

(ISBN: 978-3-7855-7950-3)

Diese Jugendbuchreihe habe ich noch nicht gelesen. Während ich hier kurz den ersten Teil vorstelle, erscheint im nächsten Monat auch schon der zweite Teil der Reihe. Nach dem Klappentext klingt es nach einer romantischen Parallelweltgeschichte, in der es um ein geheimnisvolles Königreich geht. Der Titel, als auch das Cover, lassen vom Thema her auf Polarlichter schließen. Inwieweit diese wirklich eine Rolle spielen, kann ich leider nicht sagen. Hat jemand die Reihe bereits angefangen zu lesen? Was allerdings feststeht ist, dass der erste Teil perfekt in meine Lesechallenge passt und für die erste Aufgabe alle Vorraussetzungen erfüllt. Bis jetzt war ich mir immer nicht sicher, ob diese Reihe in mein Regal einziehen soll, da ich noch einige offene Jugenbuchreihen dort stehen habe, die auch erstmal gelesen werden wollen. Neugierig bin ich aber auf jeden Fall.

„Ich hatte nicht das Gefühl, als würde er nach Aurora gehören.
Ich hatte eher das Gefühl, als würde er zu mir gehören, egal wo ich war.
Aber das lag ja nicht in meiner Hand und in seiner auch nicht.

Schon immer wollte die 16-jährige Sasha in die Rolle ihrer liebsten Romanheldinnen schlüpfen und Abenteuer in fernen Welten erleben. Nicht ahnend, dass die Geschichten ihres Großvaters über Parallelwelten tatsächlich wahr sind, landet sie plötzlich unfreiwillig in Aurora – einer modernen Monarchie. Neben einem Leben am Hofe erwartet Sasha hier auch die ganz große Liebe. Doch Palastintrigen und Verrat drohen ihre Träume zu zerstören …“

Hier findet ihr auch wieder zur entsprechenden Verlagsseite: Klick!

Falls ihr Lust habt mich uaf meiner „Reise-um-die-Welt“ zu begleiten, schaut doch einfach mal auf meine Challengeseite: hier!

 

Buchvorstellung: Ein Schmetterling im November

Ein Schmetterling im NovemberEin Schmetterling im November
Audur Ava Olafsdottir
356 Seiten
Suhrkamp Verlag
ISBN: 978-3-458-17581-0

 

Die Protagonistin des Buches wird dem Leser als 33-jährige verheiratete kinderlose Frau vorgestellt, die sechs Sprachen beherrscht und als Dolmetscherin arbeitet. Ihr Name wird dem Leser nicht verraten. Zu Beginn ist sie auf dem Weg zu ihrem Liebhaber, mit dem sie Schluss machen will. Aber es kommt anders als gedacht. Er macht mit ihr Schluss, da sie sich nicht von ihrem Mann trennen will. Als sie dann nach Hause kommt, offenbart ihr Ehemann, dass er seit Monaten ebefalls eine Affäre hat. Er will sich von ihr scheiden lassen, um mit seiner schwangeren Freundin zusammen sein, die bald schon ein Kind von ihm erwartet.

Die Hauptcharakterin ist an einem Scheidepunkt in ihrem Leben angekommen. Sie entschließt sich eine Reise machen, soweit ihr Plan. Neben ständigen unangekündigten Besuchen ihres Noch-Ehemannes, erzählt ihr eine Wahrsagerin, dass sie u.a. im Lotto gewinnen wird und ihren perfekten Mann treffen wird, wenn drei Tiere gestorben sind. Die erste Gans hat sie schon überfahren und so begibt sie sich auf eine Reise durch Island. Im Schlepptau den kleinen gehörlosen Sohn ihrer besten Freundin Audur, auf den sie aufpassen muss, da Audur schwanger mit Zwillingen im Krankenhaus bleiben muss bis zur Geburt.

Es handelt sich eher um ein ruhiges Buch,  in dem nicht so furchtbar viel passiert. Immer wieder werden kurze Kursivtexte eingeschoben, die die Vergangenheit der Protagonistin näher beleuchten und für mich gerade das Interessante beim Lesen ausgemacht haben. Vieles wird aber bis zum Schluss nicht aufgeklärt, bestenfalls angedeutet, so bleibt sehr viel Interpretationsspielraum. Besonders auffällig beim Lesen ist, dass sich die Themen: Leben, Tod, und Geburt wie ein roter Faden sich durch das Buch ziehen. Sie nehmen einen großen Teil in den Gedanken der Protagonistin ein und werden auch in den Rückblenden und auf ihrer Reise wiederholend thematisiert.

Ich bin bei dem Buch von etwas anderem ausgegangen, ein bisschen mehr Abenteuer- oder Reiselustroman. Allerdings gab es auch schöne Stellen, in denen sich die Protagonistin durch den kleinen Tumi, mit dem Muttersein auseinandersetzt. Es ist schön zu lesen wie sie mit ihm umgeht und sich ihre Beziehung entwickelt, gerade weil sie sich für eine schlechte Mutter hält.

Ich habe aber eine größere Entwicklung bei der Hauptperson erwartet, die ich nur in Ansätzen wiederfinden konnte. Auch waren ihre Gedankengänge etwas abrupt und wirr, sodass ich öfters Schwierigkeiten hatte ihnen zu folgen.

Die Rezepte am Ende nehmen fast 40 Seiten des Romans ein, sind ganz nett, da man die vorkommenden Gerichte nachkochen kann, sind teilweise vielleicht auch einfach nur humorvoll gemeint, aber nicht so besonders, so dass man auch auf sie auch verzichten könnte.

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