Buchvorstellung: Atlantia

Atlantia

Atlantia
Ally Condie
396 Seiten
Fischer Verlag
ISBN: 978-3-8414-2169-2

 

Rio und Bay sind Zwillinge, die in der Unterwasserstadt Atlantia wohnen. Große Glaskuppeln schützen sie vor dem Meer. Vor einiger Zeit war die Oberwelt nicht mehr wirklich bewohnbar. Die Menschen wurden krank und starben durch die verdreckte Luft und somit wurden einige Menschen ausgesucht, die in die neue Unterwasserstadt ziehen durften. Sie wurden von den Menschen in der Oberwelt durch Pipelines mit Nahrung versorgt und bauten dafür Rohstoffe in den unterirdischen Minen für sie ab. So leben sie im Gleichgewicht miteinander, dürfen sich jedoch nicht gegenseitig besuchen.
Einmal im Leben dürfen die Bewohner Atlantias zwischen dem Unten und dem Oben frei und endgültig wählen. Wenn jedoch ein Kind sich für die Oberwelt entscheidet, darf keins seiner Geschwister ihm mehr folgen.
Während Rio immer fasziniert war von der Oberwelt und unter dem freien Himmel leben wollte, liebt ihre Schwester Bay die Unterwasserstadt. Nach dem Tod ihrer Mutter überredet Bay Rio mit ihr unten zu bleiben. Als Rio dann an Tag der Entscheidung die Unterwasserwelt wählt, entscheidet sich Bay überraschenderweise gegen sie und wird sofort in einen Transport zur Oberfläche verfrachtet. Rio versteht den Sinneswandel ihrer Schwester nicht und setzt alles daran, herauszufinden warum Bay gegangen ist und einen Weg zu finden, ihr zu folgen.

Ally Condie hat hier wirklich eine wunderschöne faszinierende Welt geschaffen. Sie schafft es mit ihren bildlichen Beschreibungen Atlantia so richtig vor meinen Augen aufleben zu lassen. Auch das sich dahinter stehende System ist interessant: eine Führung aus einem Rat und der dort herrschenden spirituellen Religion. Es geht um alte Schriften, um teils fantastische Meereslebewesen und natürlich die Geschichte und Geheimnisse der Entstehung auf Aufrechterhaltung dieser Unterwasserstadt.
Es klingt jedenfalls nach sehr viel Potential, was hier leider meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft wurde. Die Charaktere blieben für mich alle recht farblos. Außer Maire, die mir wirklich gut gefallen hat, waren sie fast gegeneinander austauschbar. Ich konnte mich mit ihnen weder identifizieren noch anfreunden. Daher waren sie mir mehr oder weniger egal und ich konnte nicht so sehr mit fiebern. Hinzu kam eine recht träge Handlung, die immer an den spannenden Stellen sehr kurz und bündig gehalten wurde und sonst zu sehr ins Detail ging. Ich hatte oft das Gefühl, das wahllos irgendwelche Informationen eingestreut wurden, die aber nicht weiter miteinander verbunden wurden und daher auch für die Handlung eher unwichtig waren. Was allerdings positiv war ist, dass ich das Rätsel der Stadt gerne lösen wollt und seine Geschichte erfahren wollte. Wenn mir die Charaktere nicht synaptisch waren, dann doch wenigsten die Stadt an sich. Insgesamt war die Handlung dann doch zu wenig durchdacht, leider irgendwie unstrukturiert und nicht ausgefeilt. Ich habe mir insgesamt mehr erhofft und hatte am Anfang noch große Hoffnungen, leider konnte mich dieses Buch letzt endlich nicht wirklich überzeugen.

drei

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Ein Gedanke zu „Buchvorstellung: Atlantia

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