Buchvorstellung: Rette mich vor dir

Rette mich vor dirRette mich vor dir
Tahereh Mafi
410 Seiten
Goldmann Verlag
ISBN: 978-3-442-31304-4

 

Im zweiten Teil der Trilogie sind Juliette, Adam und James nach ihrem Gefecht mit Warner im Omega Point angekommen, dem geheimen unterirdischen Stützpunkt der Rebellen.
Nachdem Adam geheilt wurde wird er getestet, um herauszufinden, warum er Juliette berühren kann. Juliette wiederum soll an ihren Fähigkeiten arbeiten und lernen diese zu beherrschen. Doch da sie noch immer Probleme hat sich zu akzeptieren, kommt sie nur sehr schleppend voran. Das Militär ist auf dem Anmarsch und durchsucht die Gegend nun immer intensiver. Ein Kampf scheint unausweichlich zu werden und Juliette und Adam entfernen sich immer weiter von einander, denn Adam scheint Geheimnisse vor ihr zu haben.

In diesem Teil lernt man Warner sehr intensiv kennen und dies verändert auch etwas die Sichtweise auf ihn, ohne dass man es will. Ich denke dem Leser geht es da ähnlich wie Juliette selbst. Mich hat dies anfangs sehr gestört und ich habe mich versucht dagegen zu weigern, aber man kann Warner, auch wenn man ihn noch immer nicht wirklich mag, an Ende des Buches nicht mehr mit den gleichen Augen sehen. Im Laufe des Buches habe ich dies aber dann immer mehr akzeptieren können.
Juliette hatte in diesem Teil so ihre Schwächen. Ich hatte das Gefühl, dass ihr alle Türen offen stehen sich weiterzuentwickeln, aber sie sich einfach dagegen stäubt, was mit der Zeit etwas anstrengend wurde. Einen sehr guten Gegenpol bot dabei aber Kenji. Dieser Charakter war mir anfangs eher unsympathisch bzw. ich konnte ihn nicht wirklich ernst nehmen. Es stellt sich aber heraus, dass er Humor hat und nicht nur mit seinen Sprüchen nerven kann. Er stellt auch eine Führungsperson dar, die auch durchgreifen kann und dazu noch weitere interessante Fähigkeiten besitzt. Das wichtigste war mir bei ihm aber, dass er auf sehr direkte Weise Juliette seine Meinung mitteilt, sie damit wachrüttelt und dazu bringt sich selbst zu reflektieren, das Selbstmitleid in den Hintergrund zu schieben und anfängt zu kämpfen.
Was ich besonders gut an diesem Band fand war, dass sich die Charaktere alle weiterentwickeln. Der Leser bekommt immer mehr Hintergrundinformationen zugespielt und kann sich damit auch ein erweitertes, teils neues Bild von den Personen machen. Ich finde, dass dies eine große Leistung ist und dadurch in die Handlung eine gewisse Dynamik bringt.
Das Ende ist sehr offen, aber gibt dem Leser das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu wollen. Für mich ist dieser Teil von daher insgesamt vergleichbar mit dem ersten und eine große Empfehlung für Dystopiebegeisterte!

fünf

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