Buchvorstellung: Das Haus am Alsterufer

alsterufer

Das Haus am Altserufer

Micaela Jary

567 Seiten

Goldmann Verlag

ISBN: 978-3-442-48028-9

 

„Das Haus am Alsterufer“ ist eine bewegende Familiengeschichte, die kurz vor und während des ersten Weltkriegs spielt.
Familie Dornheim ist eine gut gestellte Reedereifamilie aus Hamburg. Nachdem Viktor Dornheim Witwer wurde, wohnt er mit seinen drei Töchtern, seiner Mutter Charlotte und einigen Hausangestellten alleine unter einem Dach und führt dabei die Firma.
Nele studiert Kunst in München und lernt auf einer Bahnfahrt nach Hamburg einen Architekten kennen. Allerdings ahnt sie noch nicht, dass es sich bei diesem Mann um den Auserwählten ihrer jüngeren, recht naiven Schwester Lavinia handelt.
Gleichzeitig fängt ein neues Hausmädchen namens Klara bei den Dornheims an. Da normalerweise die Dienstmädchen über einen ortsansässigen Vermittler Sievers eingestellt werden, sind alle im Haus überrascht, da Klara lediglich auf Empfehlung seiner eigenen Ziehmutter die Stelle bekommt. Irgendetwas muss ja dahinterstecken…

So beginnt der gut recherchierte und geschichtlich fundierte Roman. Die Charaktere sind interessant, vielschichtig und prägen die Handlung dadurch sehr. Die historischen Elemente werden gut mit den Gefühlen, Intrigen und kleinen Geheimnissen der Familie Dornheim verwoben, sodass eine mitreißende, anspruchsvolle als auch interessante Handlung entstand. Neben der Familiengeschichte der Dornheims gibt der Roman auch Einblicke in die politischen und sozialen Geschehnisse, wie der Frauenrechtsbewegung in Hamburg und der Künstlergemeinde Münchens zu jener Zeit. Trotz seiner Länge, weiß die Autorin den Leser bei der Stange zu halten und dabei gibt es kaum Passagen, die den Roman unnötig in die Länge ziehen.
Einige Handlungsstränge wurden allerdings bis zum Ende nicht vollständig aufgeklärt, was etwas schade ist, vielleicht aber auch die Länge des Romans gesprengt hätte. Das gewählte Ende gibt trotzdem einen guten Abschluss und ist spannend bis zur letzten Seite. Schade ist auch, dass der Klappentext einiges vorweg nimmt, was im Buch noch zu einigen Überraschungen hätte führen können, also besser nicht so genau drüber schauen, falls man sich nicht zu viel verraten lassen möchte.
Insgesamt ein gut geschriebener, als auch empfehlenswerter Roman mit Hamburger Flair. Wer gerne historische Geschichten liest, wird bei diesem in Deutschlad spielenden Buch nicht zu kurz kommen.

vierkommafünf

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Ein Gedanke zu „Buchvorstellung: Das Haus am Alsterufer

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