Buchvorstellung: Heilige Mörderin

heilie mörderinHeilige Mörderin
von Keigo Higashino
316 Seiten
Klett-Cotta
ISBN: 978-3-608-98012-7

 

Yoshitaka Mashiba will sich von seiner Frau Ayane nach nur einem Jahr Ehe trennen, da sie bis dahin noch nicht schwanger geworden ist. An dem darauf folgenden Wochenende fährt Ayane zu ihren Eltern. Währenddessen wird ihr Mann von ihrer Angestellten Hiromi Wakayama tot in der Wohnung aufgefunden. An dieser Stelle übernimmt Kommissar Kusanagi die Ermittlungen. Er wird unterstützt durch seine junge Kollegin Kaoru Utsumi und seinen alten Studienfreund und Physik Professor Yukawa. Es stellt sich relativ schnell heraus, dass Mashiba durch eine Arsenintoxikation gestorben ist. Ab hier beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel zur Überlistung des Mörders und Ayane Mashiba als auch Hiromi Wakayama geraten schnell ins Fadenkreuz der Ermittlungen.

Dieses Buch ist genau wie sein Vorgänger aufgebaut. Man kann sich auf ein Wiedersehen mit Kusanagi und Yukawa freuen und der Leser weiß gleich am Anfang der Geschichte, wer der Mörder ist und kennt bis zu einem gewissen Grad auch das Motiv.
Während die Ermittler dem Mörder immer weiter auf die Spur kommen, erfährt man Schritt für Schritt die ganze Geschichte, die sich dahinter verbirgt.
Ich finde die Kriminalromane von Higashino sehr überzeugend und klug aufgebaut. Es ist sehr spannend zu lesen, wie die Polizei sich an die Aufklärung des Mordes herantastet. Dabei taucht man als Leser tief in die verschiedenen Denkweisen und Hypothesen ein. Dass man bereits am Anfang weiß, wer der Mörder ist, stört dabei überhaupt nicht. Das Buch lebt vor allem durch die unterschiedlichen Betrachtungsweisen der verschiedenen Ermittler, deren Diskussionen und dem Überprüfen ihrer Hypothesen. Ich habe die ganze Zeit sehr genau gelesen, weil ich immer das Gefühl hatte, dass hinter jedem Detail des Rätsels Lösung stecken könnte. So schafft es Higashino auch bei diesem Roman wieder, den Leser so einzubeziehen und ihn zum Mitdenken anzuspornen, als gehöre man selber zum sympathischen Ermittlerteam.
Ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert und kann dieses Buch jedem empfehlen, der eine sehr gut aufgebaute, strukturierte und komplexe Kriminalgeschichte zum Miträtseln zu schätzen weiß, die ohne Blut und Gewalt auskommt.
Dieser Roman konnte mich noch mehr überzeugen als bereits „Verdächtigte Geliebte“.

fünf

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Ein Gedanke zu „Buchvorstellung: Heilige Mörderin

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